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Leistungen

Zahnimplantate

Eine künstliche Wurzel, die den Kieferknochen weiter belastet – und damit erhält.

Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan oder Keramik. Sie wird im Kieferknochen verankert, wächst dort über einige Monate fest ein und trägt anschließend eine Krone, eine Brücke oder eine Prothese.

Der entscheidende Unterschied zur klassischen Brücke liegt nicht im sichtbaren Ergebnis, sondern darunter: Ein Implantat leitet die Kaukraft in den Knochen weiter. Knochen, der belastet wird, bleibt erhalten. Unter einer Brücke fehlt diese Belastung, der Kieferkamm bildet sich über die Jahre zurück – sichtbar an einer schmaler werdenden Lücke und an einem sich verändernden Profil.

Wann ein Implantat sinnvoll ist

  • Einzelzahnlücke. Besonders dann, wenn die Nachbarzähne gesund sind. Für eine Brücke müssten sie beschliffen werden – gesunde Substanz, die nicht zurückkommt.
  • Mehrere fehlende Zähne. Implantate können eine Brücke tragen, ohne dass eigene Zähne belastet werden.
  • Freiendsituation. Wenn hinten kein Zahn mehr steht, hat eine Brücke keinen zweiten Pfeiler. Früher blieb nur die herausnehmbare Prothese.
  • Zahnloser Kiefer. Schon zwei bis vier Implantate geben einer Prothese festen Halt. Für viele Menschen ist das der Unterschied zwischen „ich kann wieder abbeißen” und „ich vermeide bestimmte Speisen”.

Voraussetzung: erst das Fundament

Ein Implantat kann nur so stabil sein wie das Gewebe um es herum. Der wichtigste Risikofaktor für einen späteren Implantatverlust ist eine unbehandelte Parodontitis: Dieselben Bakterien, die den Knochen um natürliche Zähne abbauen, greifen auch das Gewebe um ein Implantat an – dann spricht man von Periimplantitis.

Deshalb gilt in dieser Praxis eine feste Reihenfolge: Eine bestehende Parodontitis wird zuerst behandelt und zum Stillstand gebracht. Erst danach wird implantiert. Diese Reihenfolge kostet Zeit und verschiebt den Eingriff um Wochen – sie ist der Grund, warum Implantate über Jahrzehnte halten können.

Planung in drei Dimensionen

Vor dem Eingriff erstellen wir mit der digitalen Volumentomographie (DVT) ein dreidimensionales Bild Ihres Kiefers. Sichtbar werden dabei:

  • das tatsächlich vorhandene Knochenvolumen in Höhe und Breite
  • der Verlauf des Nervkanals im Unterkiefer
  • die Ausdehnung und der Boden der Kieferhöhle im Oberkiefer
  • die Wurzeln der Nachbarzähne

Auf dieser Grundlage wird die Position jedes Implantats am Bildschirm festgelegt – Achse, Tiefe und Durchmesser. Ergänzt durch den Intraoralscan lässt sich die Planung mit einer im Haus gedruckten Bohrschablone präzise auf den Eingriff übertragen.

Der praktische Nutzen: Was vorher bekannt ist, muss währenddessen nicht abgeschätzt werden. Das macht den Eingriff kürzer und sicherer.

Ablauf und Zeitrahmen

Beratung und Planung. Befund, DVT, digitale Abformung, schriftlicher Heil- und Kostenplan. Das Gespräch dazu führen wir im Beratungsraum, nicht auf dem Behandlungsstuhl.

Der Eingriff. In der Regel unter lokaler Betäubung. Für ein einzelnes Implantat sind etwa 30 bis 60 Minuten anzusetzen.

Einheilung. Drei bis sechs Monate, abhängig von Kieferabschnitt und Knochenqualität. In dieser Zeit tragen Sie eine provisorische Versorgung – Sie laufen nicht mit einer Lücke herum.

Versorgung. Nach dem Einheilen wird der endgültige Zahnersatz angefertigt und befestigt.

Danach: die Nachsorge entscheidet

Implantate bekommen keine Karies. Das Gewebe um sie herum kann sich aber entzünden, und eine Periimplantitis verläuft anfangs schmerzfrei. Regelmäßige Kontrolle mit speziell abgestimmten Instrumenten ist deshalb kein Zusatz, sondern Teil der Behandlung. Siehe Prophylaxe.

Kosten

Implantate sind grundsätzlich Privatleistungen. Für den darauf befestigten Zahnersatz zahlt die gesetzliche Krankenkasse einen befundabhängigen Festzuschuss – der Zuschuss richtet sich nach der Lücke, nicht nach der gewählten Versorgung. Sie erhalten vorab einen schriftlichen Kostenplan, den Sie in Ruhe prüfen und Ihrer Versicherung vorlegen können.

Fragen zu dieser Behandlung?

Im persönlichen Gespräch klären wir, was in Ihrem Fall sinnvoll ist – in Ruhe und ohne Behandlungsstuhl.